|
Kommissionen der rheinland-pfälzischen Bezirksregierungen
hatten sich auf die Suche nach den schönsten Campingplätzen
im Land gemacht. Auch in Koblenz sind die Tester fündig geworden.
Der Gülser Moselbogen zählt nach ihrem Urteil zu den "schönsten
Urlaubsflecken für Camper".
Von Renate Holbach
GÜLS. Der ausgewählte Campingplatz am Gülser Moselbogen
gehört der Paffhausen-Freizeit GmbH & Co.KG in Andernach.
Und wie der Verwalter der Freizeitanlage, Heinz Peifer, im
RZ-Gespräch hervorhob, hat das Unternehmen schon mehrere Lorbeeren
eingeheimst. Zum einen gehört ihm der ebenfalls von der Kommission
ausgezeichnete Campingplatz "Laacher See" in Wassenach, und
zum anderen erhielt die Anlage am Gülser Moselbogen schon
zweimal vom ADAC die Note "vorbildlich" für ihr Sanitärgebäude.
Insgesamt erhielten 700 Campingplätze in Europa diese Bewertung.
Die Gülser Anlage besteht seit Beginn der 90er Jahre.
Sie hat 60 Stellplätze von je 100 Quadratmetern mit Strom-,
Wasser-, TV-Anschluss und eben dem ausgezeichneten Sanitärgebäude
mit einem rollstuhlgerechten Raum, einem Baby-Bade- und Wickelraum,
WC, Duschen, Spül- und Kochraum, Waschmaschinen und Trockner.
Mit einer eigens für die Freizeitanlage entwickelten Chip-Karte
öffnen sich sowohl die Einfahrtsschranken als auch die Inbetriebnahme
der Sanitäreinrichtungen. Die Camper benötigen innerhalb der
Anlage also kaum ihr Portemonnaie. "Leider haben wir zur Zeit
noch keinen Kiosk", so Peifer, "deshalb gibt es ein gewisses
Service-Angebot wie Brötchen und Zeitungen in der Rezeption.
Der Kiosk ist aber in Planung."
Die Camper vermissen die Einkaufsmöglichkeiten nicht sehr.
"In Güls", so sagen sie, "gibt's alles, und das sind gerade
einmal fünf Minuten mit dem Fahrrad."
Familie Kannengießer kommt aus Neuwied. Ihr Boot liegt
im Hafen. Die Eheleute sind erfahrene Camper und kennen sich
auf vielen deutschen Plätzen aus. "Hier ist es hervorragend",
schwärmen die Kannengießers. "Die gesamte Ausstattung ist
prima, die Parzellen sind groß, so dass man sich nicht zu
nahe auf die Pelle rücken muss." Und was für sie ganz wichtig
ist: die beiden Hunde dürfen mit von der Partie sein. "Das
ist leider nicht auf allen Plätzen so." Einziger Nachteil:
Die Bäume sind noch recht klein und spenden in Hochsommertagen
nur wenig Schatten. Dafür aber gibt's das erfrischende Bad
in der Mosel.
Monika Konrad aus der Gegend von Ulm ist zum zweiten Mal
an den Moselbogen gekommen. "Wir genießen die Ruhe auf dem
Platz, die Stadtnähe und die vielen Ausflugsmöglichkeiten."
Ob zu Fuß, per Fahrrad oder Inline-Skater, jeder wählt sich
die Fortbewegung nach eigenem Geschmack aus, und für alles
sind die Bedingungen hervorragend. Und von Jahr zu Jahr entdecken
mehr Campingfreunde diesen Platz.
|